Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Akademiebibliothek Biografie von Gottfried Wilhelm Leibniz

Statut der Königlichen Societät der Wissenschaften (Auszug)

Auszug aus dem Statut der Königlichen Societät der Wissenschaften vom 3. Juni 1710:
“<... Und weil der Fundus Societatis ausser den Besoldungen derer bey der Societaet bisher bestelleten unentbehrlichen Bedienten vornemlich dazu gewidmet seyn soll, daß von dem jährl. Überschuss nebst einer ausbündigen, zu ihrem>*) Zweck eigentlich gehörigen Bibliothec, auch benötigten mathematischen Instrumenten ein ansehnlicher Vorrath an curieusen Naturalien ex omni regno sowoll, alß an künstlichen Erfindungen neuer Maschinen und derer Modellen und anderen mechanischen Raritaeten, also ein Thesaurus naturae et artis zusammengebracht, hiernegst die Geheimnüsse der Natur durch physicalische, chymische und anatomische Experimenta mehrers erforschet und derselben verborgene Eigenschaften gründlicher aufgeschlossen werden, alß wird dahin zu sehen seyn, wie solcher Vorrath nach und nach angeschaffet, auch nach Gelegenheit nützliche Proben und Experimenta, iedoch anders nicht, alß wen die Sache in dem Departement, dahin sie gehöret, woll überleget und von dem Concilio gut gefunden worden, angestellet, mithin diejenigen, so in einem oder dem anderen mit Rath oder That hierunter etwas Nützliches beytragen, mit geziemenden Praemijs nach Befinden und Wichtigkeit der Sache angesehen; und zu deßen allen und was sonst dem Zweck der Societaet gemäs und forderlich seyn mag, beständiger Fortsetzung mit denen auswertigen Mitgliedern und anderen Gelehrten fleißige Correspondentz unterhalten, also mehrgedachter Fundus allein hiezu rätig und vorsichtig angewendet werde. ...”**)

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*)Der in Winkelklammern gesetzte Text bei Harnack weicht an dieser Stelle beträchtlich vom Original ab (dort wörtlich: "... Allermaßen zu des Concilij Vorrichtungen absonderlich gehören soll, den Fundum Societatis und was zu demselben gewidmet ist, oder künftig noch gewidmet werden möchte, sorgfältig beyzubehalten, und nach müglichkeit zu verbeßern, Uns auch deshalb practicable Vorschläge dem befinden nachzu thun, damit bey suffisanter Vermehrung deßelben Unsere intention völlig erreichet [...]").

**)Harnack, Geschichte der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Berlin 1900. 2. Bd. S. 194.

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